In unseren Shop zum Kauf der
 abgebildeten Produkte  Bei Norton als sicher bewertet
Schreiben Sie uns
Es gelten Preise im Shop
  

RENNER

SPAREN

Seitenübersicht
neue Struktur

Home
Nach oben

  
Zu Risiken oder Neben wirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Qualität :


 
Qualitätsmanagement in der Apotheke ist durch die Kammer  
zertifiziert

Darreichungskürzel

DIMDI hat uns als  
zuverlässige deutsche Versandapotheke eingestuft

  Internetshop und Abholen in der Apotheke, keine Versandkosten. Sie bezahlen bar oder mit EC-Karte, als Versandregion im Shop dann nur Selbstabholer
Sie sind in Magdeburg ?
Nutzen Sie doch diese Möglichkeit: einfach
SHOP anklicken.

Jahreszeit
Frühling
Sommer
Herbst
Winter
 

 Antioxidantien

Was sind Antioxidantien?

Zu den in der Nahrung enthaltenen anitoxidativ wirkenden Schutzfaktoren zählen bestimmte Vitamine wie beispielsweise die Vitamine C und E, das Provitamin Betacarotin, das Spurenelement Selen sowie die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe. Bei den sekundären Pflanzenstoffen handelt es sich um nicht-nutritive Substanzen, also um Stoffe, die keine Nährstofffunktion im Körper ausüben. Wegen ihrer antioxidativen Wirkung, also ihrer Fähigkeit, freie Radikale abzufangen, zählt man sie aber zu den Schutzstoffen für die Körperzellen.

Freie Radikale sind reaktive Substanzen, denen ein negativ geladenes Teilchen (Elektron) zum Ausgleich eines stabilen Zustandes fehlt. Sie sind in der Lage, einzelne Elektronen von anderen Substanzen abzuspalten, um sich selbst in einen stabilen Zustand zu bringen. Da nun aber der anderen Substanz ein Elektron fehlt und diese ihrerseits versucht, sich durch ein "geraubtes" Elektron zu stabilisieren, kommt eine Kettenreaktion in Gang, bei der immer neue freie Radikale entstehen. Diese Kettenreaktion setzt sich solange fort, bis sich zwei Radikale miteinander verbinden oder aber eine antioxidative Substanz (ein sogenannter Radikalfänger) die Reaktion unterbricht.

Freie Radikale entstehen im Körper in mehr oder weniger starkem Umfang immer, auch während der natürlichen Stoffwechselprozesse. Sie bilden sich verstärkt durch folgende äußeren Einflüsse:

Zigarettenrauch
UV-Strahlung
sportliche Belastungen
bestimmte Medikamente
bestimmte Nahrungsbestandteile

Grundsätzlich ist der Organismus in der Lage, über eigene Abwehrmechanismen diese hochreaktiven Substanzen unschädlich zu machen. Sogenannter oxidativer Stress entsteht dann, wenn die antioxidative Abwehr nicht mehr ausreicht und ein Ungleichgewicht zwischen Radikalentstehung und Radikalneutralisierung entsteht. In diesem Zustand greifen freie Radikale Zellen und Gewebe an und verursachen dort Schäden. Man geht davon aus, dass das körpereigene Schutzsystem durch die Aufnahme von Antioxidantien mit der Nahrung unterstützt werden kann.

Oxidativer Stress und Krankheiten


Allgemeines

Freie Radikale werden zunehmend als mögliche Ursache für die Entstehung von Krankheiten angesehen. Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass eine ausreichende Aufnahme von Antioxidantien mit der Nahrung dazu beitragen kann, den Körper vor freien Radikalen zu schützen. Mit Hilfe einer sinnvoll zusammengesetzten Ernährung ist es also möglich, die körpereigenen Schutzmechanismen zu unterstützen. Trotz der großen Anzahl wissenschaftlicher Studien, die auf die günstige Wirkung von Antioxidantien hinweisen, wurden bis heute noch keine allgemeingültigen Empfehlungen für eine erhöhte Zufuhr an diesen Schutzstoffen ausgesprochen.

Folgende Krankheiten bzw. Abnutzungserscheinungen werden mit oxidativem Stress in Verbindung gebracht:

Arteriosklerose
Asthma
Chronische Gelenkerkrankungen
Gefäßerkrankungen bei Diabetes mellitus
Epilepsie
Morbus Parkinson
Hautalterung
Krebs
Katarakt (Grauer Star)
Immunschwäche


Arteriosklerose

Arteriosklerose, die sogenannte Arterienverkalkung, ist Ausgangspunkt für Herz- Kreislauf- Erkrankungen und damit häufigste Todesursache in den westlichen Industrieländern. Sie stellt in diesen Ländern das wichtigste ernährungsabhängige Gesundheitsproblem dar. Eine Reihe von Untersuchungen weisen darauf hin, dass freie Radikale an der Entstehung der Arteriosklerose maßgeblich beteiligt sind. So scheinen oxidierte LDL-Partikel wesentlich zur Entstehung atherosklerotischer Veränderungen beizutragen, indem sie Ablagerungen an den Gefäßwänden bilden. Antioxidantien können hier möglicherweise schützend in den Erkrankungsprozess eingreifen. Die wichtigste Rolle wird in diesem Zusammenhang dem Vitamin E zugesprochen: Es hat die Fähigkeit, Oxidationsprozesse in den LDL-Partikeln zu verhindern. Indirekt kommt auch die Wirkung von Vitamin C zum Tragen, das in der Lage ist, Vitamin E im Körper zu regenerieren. 


Katarakt (grauer Star)

Beim grauen Star kommt es zu einer Trübung und einem Durchsichtigkeitsverlust der Augenlinse. Ursache dafür ist die Schädigung von Eiweißsubstanzen der Linse durch die Einwirkung von Licht und Sauerstoffradikalen. Es liegt daher nahe anzunehmen, dass Antioxidantien die Kataraktbildung verzögern können. In einer Untersuchung konnte durch die kombinierte Gabe von Vitamin E, Betacarotin und Selen das Auftreten von Katarakterkrankungen im Durchschnitt um 40 Prozent gesenkt werden (Bayer,1995).


Krebs

Auf Grund ihrer Eigenschaft, das Erbgut anzugreifen und zu verändern, sind freie Radikale vermutlich in den verschiedenen Stadien der Krebsentstehung maßgeblich beteiligt oder sogar die auslösenden Faktoren. Antioxidative Nährstoffe scheinen bei einer Reihe von Krebsarten schützend in den Prozess der Krankheitsentstehung einzugreifen. Unter den in der Nahrung enthaltenen Antioxidantien hat Betacarotin für die Krebsprävention vermutlich die größte Bedeutung.

Verschiedene Antioxidantien


Vitamin C

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin. Es wird hauptsächlich in Pflanzen gebildet, in geringerem Umfang auch im tierischen Organismus. Beste Lieferanten sind frisches Obst und Gemüse . Einige tierische Produkte, wie Leber und Nieren, können ebenfalls als Vitamin C-reich angesehen werden. Zu berücksichtigen ist, dass sowohl eine lange Lagerungsdauer als auch küchentechnische Bearbeitungen (langes Waschen von Blattsalaten, Schälen von Obst und Gemüse, langes Erhitzen) hohe Vitamin C-Verluste zur Folge haben.


Vitamin E

Unter dem Begriff Vitamin E oder Tocopherole fasst man eine Gruppe von Verbindungen mit gleichem chemischen Grundgerüst zusammen. Vitamin E gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und kann nur von Pflanzen gebildet werden. Den höchsten Vitamin E-Gehalt haben pflanzliche Öle mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. 


Betacarotin

Carotinoide sind neben dem grünen Blattfarbstoff Chlorophyll als Farbstoffe für die charakteristische Färbung von Gemüsen und Früchten verantwortlich. Sie bilden die Vorstufe von Vitamin A und werden daher auch als Provitamine A bezeichnet. Unter allen Carotinoiden weist Betacarotin die höchste Provitamin- Wirksamkeit auf. Unabhängig von ihrer Provitamin A-Eigenschaft scheinen Carotinoide Schutzfunktionen im Körper zu haben, indem sie freie Radikale abfangen und unschädlich machen. Damit der Körper Betacarotin optimal verwerten kann, sollte es immer in Kombination mit Fett aufgenommen werden. Besonders bei Möhren ist die Verwertung auch vom Zerkleinerungsgrad abhängig. 


Wechselwirkungen

Zwischen den antioxidativ wirkenden Vitaminen C und E sowie Betacarotin bestehen synergistische Wechselwirkungen, das heißt, dass die kombinierte Wirkung dieser Stoffe stärker ist als die Summe ihrer Einzelwirkungen. Darüber hinaus kann Vitamin C Vitamin E im Körper regenerieren. Vitamin E wird nämlich beim Unterbrechen von Radikalreaktionen selbst zu einem Radikal. Vitamin C kann dieses Radikal neutralisieren und in Vitamin E zurück verwandeln, indem es selbst ein Elektron abgibt. Dadurch wird es seinerseits zu einem Radikal, dem Ascorbylradikal, das vom Körper durch ein Enzymsystem wieder in Ascorbinsäure überführt wird. Diese Zusammenhänge machen deutlich, dass alle Vitamine in einer ausreichend hohen Konzentration vorliegen müssen, um die gewünschten antioxidativen Effekte zu erzielen.

Zufuhrempfehlungen

Auf Grund der Tatsache, dass derzeit noch keine eindeutigen Beweise für die präventiven Eigenschaften der antioxidativen Vitamine vorliegen, können nur vorläufige Empfehlungen für eine wünschenswerte tägliche Aufnahme gegeben werden. So ist es wahrscheinlich, dass folgende Tagesmengen nötig sind, um einen optimalen präventiven Effekt zu erzielen:

100-150 mg Vitamin C
60-100 mg Vitamin E
15-20 mg Betacarotin

Dem gegenüber stehen die derzeit gültigen Empfehlungen (DGE 1991):

Vitamin C

75 mg pro Tag für Erwachsene

Vitamin E

2 mg für Erwachsene

Betacarotin

2-4 mg pro Tag

nach Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Ernährungsbericht 1996


Eine ausreichende Versorgung mit antioxidativen Schutzstoffen erzielen Sie am besten mit einer ausgewogenen Ernährung, die eine breite Vielfalt an Vitaminen und sekundären Pflanzeninhaltstoffen enthält. So viel Obst und Gemüse sollten Sie täglich essen:

etwa 250 bis 300g Obst, insbesondere Zitrusfrüchte (Vitamin C)
mindestens 200g Gemüse
zusätzlich 75g Salat

Auf Grund ihrer hohen Carotinoidgehalte sind vor allem tiefgrüne und orangefarbene Gemüsesorten zu bevorzugen. Darüber hinaus sollte man gesättigte Fette, wie sie in tierischen Lebensmitteln enthalten sind (Butter, Sahne, Wurst- und Fleischwaren) durch hochwertige Pflanzenöle mit einem hohen Vitamin E- Gehalt (z. B. Weizenkeimöl) ersetzen. Hier noch einige Tipps zur Lagerung und Zubereitung:

Achten Sie beim Kauf von Speiseölen auf eine dunkle Verpackung (Weißblechdose oder dunkles Glas)
Achten Sie auf eine kühle und gegebenenfalls auch dunkle Lagerung von Speiseölen
Vermeiden Sie langes Erhitzen von Gemüse
Lagern Sie Obst und Gemüse ebenfalls kühl und dunkel
Raspeln oder reiben Sie Möhren und verzehren Sie sie in Verbindung mit Fett oder Milch

Antioxidantien als Lebensmittelstabilisatoren

Insbesondere fettreiche Lebensmittel sind anfällig sind für die sogenannte Lipidoxidation ("Ranzigwerden"). Dabei reagiert Sauerstoff aus der Luft mit den im Fett enthaltenen ungesättigten Fettsäuren. Die chemische Umwandlung der Fettsäuren beeinträchtigt Nährwert, Farbe, Struktur und Aroma des Lebensmittels. Gesundheitsschädliche Wirkungen sind ebenfalls nicht auszuschließen. Neben physikalischen Maßnahmen, wie einer kühlen und dunklen Lagerung, kann die Zugabe von Antioxidantien den Prozess des Fettverderbs verzögern. Antioxidantien besitzen die Fähigkeit, in die Oxidationsprozesse einzugreifen, indem sie entweder durch das Abfangen von Radikalen eine Kettenreaktion verhindern oder direkt in den Lipidoxidationsprozess eingreifen und ihn abbrechen.

Hinter folgenden E-Nummern verbergen sich natürlich vorkommende Antioxidantien:

E-Nummer

Verkehrsbezeichnung

E 300
E 301
E 302

(L-) Ascorbinsäure
Natriumascorbat
Calciumascorbat

E 304

Ascorbylpalmitat
Ascorbylstearat

E 306
E 307
E 308
E 309

Stark tocopherolhaltige Extrakte
Alpha-Tocopherol
Gamma-Tocopherol
Delta-Tocopherol

aid Zutatenliste (1135/1998)

Betacarotin gehört wie auch andere Carotine im lebenmitteltechnologischen Bereich zur Klasse der Farbstoffe und wird dort unter der E-Nummer 160a geführt.

Literatur

aid, Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten e.V.: Die Zutatenliste - Kleines Lexikon der Zusatzstoffe. 1135/1998
Bässler, K.-H.; Grühn, E.; Loew, D.; Pietrzik, K.: Vitamin-Lexikon für Ärzte, Apotheker und Ernährungswissenschaftler. Gustav Fischer Verlag, 1. Auflage, 1992
Bayer W.: Kongressbericht von der "Second International Conference on Antioxidant Vitamins and beta-Carotene in Disease Prevention", 10. - 12. Oktober 1994, Berlin, erschienen in Vitaminspur (2) 1995
Biesalski, H.-K.[Hrsg.] et al.: Ernährungsmedizin. Georg Thieme Verlag, 1995
Biesalski, H.K.: Antioxidative Vitamine und Arteriosklerose. Vitaminspur (10) 1995
Brosche, Th.: Risikofaktor Arteriosklerose im Alter. Vitaminspur (10) 1995
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr. 2. korrigierter Nachdruck 1995, Umschau Verlag
Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Ernährungsbericht 1996. Druckerei Henrich, Frankfurt/Main, 1996
Diplock, A.T.: Optimale Aufnahme von antioxidativen Vitaminen und Carotinoiden . Vitaminspur (8) 1993
Elmadfa, I.; Fritzsche, D.; Cremer, H.-D.: Die große GU Vitamin und Mineralstoff Tabelle. Gräfe und Unzer Verlag, München; 6. Auflage, 1992
Kasper, H.: Ernährungsmedizin und Diätetik , Urban u. Schwarzenberg, 8. Auflage, 1996
Lechler, T.: Reaktive Sauerstofformen und Verbindungen , Ernährungsumschau 43 (11), 1996
Pool-Zobel, B.: Ernährung des Tumorpatienten. Gibt es Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebsentstehung? Ernährungs-Umschau (44), 1997 Sonderheft
Schwarz, K.: Antioxidantien in Lebensmitteln und ihre Bedeutung als Mikronährstoffe ;
Teil 1: Eigenschaften und Vorkommen von Antioxidantien in Lebensmitteln. aid Verbraucherdienst 43-1/98
Schwarz, K.: Antioxidantien in Lebensmitteln und ihre Bedeutung als Mikronährstoffe;
Teil 2: Antioxidantien als Mikronährstoffe. aid Verbraucherdienst 43-2/98
Thiery, J.: Arteriosklerose und Vitamin E. Vitaminspur (10) 1995
VERIS Research Summary: Die Wirksamkeit von Vitamin E . Februar 1999
Zoch, E.: Antioxidantien und ihre Bedeutung in der Medizin. Vitaminspur (10) 1995