Wenn
der Augenarzt Ihre Augen getestet und festgestellt hat, dass Ihr Körper zu
wenig Tränenflüssigkeit bildet, dann können Sie Ihren Arzt fragen, womit Sie
die am besten wie oft ersetzen können. Haben Sie eine Empfehlung Ihres Arztes,
dann können wir Ihnen verschiedene anbieten oder eben auch besorgen.
Allgemeines - Bindehaut und Hornhaut müssen ständig von einem Tränenfilm überzogen
sein, damit sie feucht bleiben und beschwerdefreies Sehen möglich ist. Dieser Tränenfilm wird mit
jedem Lidschlag erneuert und über dem Augapfel verteilt. Er besteht aus drei
Schichten. Direkt auf der Hornhaut liegt eine schleimhaltige Schicht, in der
Mitte befindet sich eine wässrige Schicht, die äußere Schicht ist fetthaltig.
Diese Abschlussschicht verhindert, dass das Wasser des mittleren Bereichs
verdunstet, und sorgt außerdem dafür, dass die Lider leicht und unbemerkt über
den Augapfel gleiten können.
Bei trockenen Augen (Keratoconjunctivitis sicca) ist der Aufbau der Schichten
des Tränenfilms gestört. Es kann sein, dass nicht genügend von der inneren
Schleimschicht oder der wässrigen Mittelschicht gebildet wird. Möglicherweise
verdunstet der wässrige Anteil der Tränenflüssigkeit auch zu rasch, weil die
darüberliegende fetthaltige Schicht unterbrochen ist. Dann entstehen trockene
Stellen auf der Hornhaut.
Allgemeine Maßnahmen - Wenn Tränenersatzmittel die Beschwerden nicht ausreichend beheben, kann der
Arzt die Tränenpünktchen, durch die die Tränenflüssigkeit abläuft, mit
einer Art winzigem Stopfen verschließen. Dann steht der Binde- und Hornhaut
mehr Tränenflüssigkeit zur Verfügung.
Der Stopfen löst sich entweder von selbst auf oder er verbleibt im Tränenpünktchen.
Sollte sich eine Entzündung entwickeln, wird der Stopfen gezogen und die Entzündung
behandelt.
Vorbeugung - Lüften Sie Räume, in denen geraucht wird, häufig und gründlich. Ein
Feuchtigkeitsgehalt der Luft von mehr als 60 Prozent ist hilfreich. Vermeiden Sie Zugluft, stellen Sie eine Klimaanlage aus. Ist eine
automatische Belüftung nicht zu vermeiden, richten Sie den Luftstrom nicht
auf die Augen. Lassen Sie die Stärke Ihrer Brille kontrollieren.
Wenn Sie als Brillenträger stundenlang Bildschirmarbeit verrichten,
sollten Sie die Brillenstärke so bemessen lassen, dass Sie im Abstand von
50 bis 75 Zentimetern gut sehen können. Außerdem muss der
Arbeitsplatz richtig ausgeleuchtet sein. Den Augen tut es gut, wenn Sie häufiger
als sonst blinzeln und jede Stunde fünf Minuten Pause einlegen. Trockene Augen kommen bei denjenigen, die sich für stabile Kontaktlinsen
entschieden haben, seltener vor als bei Trägern von Weichlinsen. Wenn Sie
als Kontaktlinsenträger nicht genügend Tränenflüssigkeit produzieren, um
die Linsen ständig gut zu benetzen, müssen Sie gegebenenfalls zur Brille
wechseln. Verwenden Sie keine Augentropfen mit Alpha-Sympathomimetika (bei
Bindehautentzündung). Wenn Sie Augentropfen anwenden müssen, sollten Sie solche ohne
Konservierungsmittel vorziehen.
Wann sollten Sie einen Arzt fragen?
Die Diagnose "trockenes Auge" sollte immer der Arzt stellen, damit
ernsthafte Schäden am Auge und ursächliche Körperkrankheiten erkannt werden.
Erst wenn das abgeklärt ist, können Sie die als hilfreich empfundenen
Augenmittel ohne ärztliches Zutun anwenden. Sollten diese allerdings die
Beschwerden nicht ausreichend lindern, muss der Augenarzt weiterhelfen.

Irrtümer
behalten wir uns vor. Verbindlich sind die aktuellen Preise in unserem
Internetshop. Enthält bei den Preisen die Spalte "PRO100"
einen Wert, ist das der Preis pro 100 Mengeneinheiten in der angegeben
Darreichungsform, werden bei einer Creme zB 5ml angegeben, finden Sie dann den
Preis pro 100ml. MWSt ist in den Preisen enthalten. Stand 2012