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Frühling Frisch in den FrühlingNach dem langen Winter naht jetzt endlich der ersehnte
Frühling. Einen guten Start in die neue Jahreszeit ermöglicht
eine Kur mit Schüssler-Salzen:
Im Zusammenspiel mit Silicea sollen die Salze den
Energiespeicher des Körpers wieder auffüllen. Dazu sollte man über einen
Zeitraum von vier bis sechs Wochen über den Tag verteilt je drei Tabletten
der Salze lutschen. Frühlingsgefühle Spüren, was es nicht gibtWenn man alljährlich mit den allmählich steigenden Temperaturen meint, die berühmten Frühlingsgefühle zu verspüren, befindet man sich im Irrtum. Das behaupten zumindest einige Wissenschaftler. Hormonell gesehen gibt es nämlich gar keine Frühlingsgefühle, sagen die Endokrinologen. Und doch ist das Frühjahr die beste Zeit, um schwanger zu werden. Laut dem Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (Hormonmedizin), Martin Reincke, kann man Frühlingsgefühle höchstens noch bei den Eskimos ausmachen. Dem Freiburger Professor zufolge macht sich in der zivilisierten Welt der Übergang vom Winter zum Frühling bei den menschlichen Hormonen nicht mehr bemerkbar. Keine echte Dunkelheit und Kälte mehrDer Grund: Richtige Dunkelheit und Kälte gebe es für Menschen in unseren Breiten nicht mehr. Deshalb stellten sich auch die Hormone nicht mehr um und das für die Frühlingsgefühle verantwortliche Melatonin werde auch durch das im Winter verfügbare künstliche Licht angeregt. Reincke zufolge genießt der moderne Mensch aus diesem Grund zumindest hormonell einen zwölfmonatigen Frühling. Um den Frühlingsgefühlen auf die Spur zu kommen, haben Professor Till Roenneber von der Uni München und seine Kollegen eine wahrhaft monumentale Studie erstellt. Die Wissenschaftler nahmen sich Geburtsstatistiken aus fast allen Ländern der Erde vor. Bis ins 19. Jahrhundert forschten sie zurück. Sie wollten wissen, zu welcher Jahreszeit am häufigsten Kinder gezeugt werden. Das Ergebnis: Nicht nur bei Pflanzen und Tieren, auch bei Menschen macht sich der Frühling bemerkbar. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts etwa gab es um den 21. März ein klares Jahreshoch an Zeugungen. Und nicht nur hier. Auch in Kanada stieg die Zeugungsrate mit den länger werdenden Tagen. Die Trendwende begann in den 50er- und 60er-Jahren: Ab dieser Zeit kippen die Kurven, die zeugungsstärksten Monate verschieben sich Richtung Herbst und Winter. Nicht nur in Deutschland - auch in anderen Ländern wie Frankreich oder Spanien. Roenneberg vermutet, dass das an unserem modernen Leben liegt. Licht und Temperatur sind wichtige Umweltsignale für den menschlichen Jahresrhythmus. Heutzutage arbeiten wir aber das ganze Jahr zumeist drinnen, also unter kontrolliertem Licht und bei kontrollierten Bedingungen. Deswegen setzt der Frühlingsbeginn jetzt kein so deutliches Signal mehr, wie noch vor 50 Jahren. Fazit: Die Untersuchung von Professor Roenneberg und seinen Kollegen liefert Hinweise, dass auch Menschen jahreszeitlichen Schwankungen unterliegen. Wie genau Frühlingsgefühle nun eigentlich funktionieren, das bleibt nach wie vor ein Rätsel. Also nicht lange nach dem Woher oder Warum fragen - sondern einfach genießen! Mehr Schwangerschaften im FrühjahrErkenntnisse israelischer Forscher sprechen jedoch eine andere Sprache. Demnach ist der Frühling die beste Saison, um schwanger zu werden. Wie das Team von Nathan Rodschanski vom Jerusalemer Krankenhaus Hadassa herausfand, wirkt sich eine hohe Zahl von Tageslichtstunden positiv auf die Rate der Befruchtungen und die Gesundheit der Embryos aus. Dieser Effekt sei wiederum vor allem bei Eskimos ausgeprägt, wo Frauen im Winter oft sechs Monate keine Periode hätten. Die ersten längeren Tage führten dagegen oft zu einer Explosion der Fruchtbarkeit mit einer steigenden Quote von Zwillingsgeburten. Raus aus der FrühjahrsmüdigkeitDie Natur erwacht, aber wir möchten nur noch
schlafen. Die Frühjahrsmüdigkeit hält uns fest im Griff. Das ist zwar keine
Krankheit, aber trotzdem eine lästige Fehleinstellung des Körpers. Hier ein
paar Tipps, wie Sie wieder in Schwung kommen.
60 bis 70 Prozent der Deutschen leiden an Frühjahrsmüdigkeit. Besonders zwei
Hormone spielen dabei eine wichtige Rolle: Melatonin, auch
"Schlafhormon" genannt, das für erholsamen Schlaf sorgt, und
Serotonin, unser "Glückshormon", das unter anderem
stimmungsaufhellend und vitalisierend wirkt. Die Bildung beider Hormone wird
entscheidend vom Licht beeinflusst.
Gegen Verstimmungen hilft nur eines: Licht!Licht ist der wichtigste Taktgeber für den Menschen. Die Netzhaut unseres Auges dient nicht nur dem Sehen, sondern sie empfängt auch "Lichtsignale", die im Gehirn biochemische Vorgänge steuern. Das Auge teilt dem Gehirn mit, ob es Tag oder Nacht ist. Heißt die Information "Nacht" oder ist es dunkel, produziert das Gehirn müde machendes Melatonin. Die Aktivität des Körpers wird auf Sparflamme geschaltet. Außerdem drückt ein hoher Melatoninspiegel im Körper die Stimmung. Tagsüber wird das Melatonin wieder abgebaut. Dafür wird während der hellen Stunden vermehrt Serotonin gebildet. Dieses aktiviert den Körper und hebt die Stimmung. Ideal wäre, jeden Tag nach Sonnenaufgang ein bis zwei Stunden im Freien zu verbringen – auch bei trübem Wetter ist genügend Licht vorhanden, um unser Tagesprogramm zu aktivieren: So kann schneller mehr Serotonin gebildet werden, die Laune hebt sich und die Müdigkeit verfliegt. Die Wetterumstellung macht uns zu schaffen
Bildunterschrift: Wetterumschwünge sind
anstrengend
Gestern Schneeschauer, heute milde Temperaturen und Sonnenschein ... Die Änderung der Großwetterlage, das sprichwörtliche Aprilwetter, macht uns im Frühjahr zusätzlich zu schaffen. Die Blutgefäße passen sich den jeweiligen Temperaturen an, bei Wärme werden sie weit, bei Kälte wieder enger. Oft genug können sie sich im Frühjahr jedoch nicht schnell genug an die raschen, häufigen und teils extremen Wetterwechsel anpassen. Schwindel und Kopfschmerzen sind die Folge. Abhilfe kann ein gezieltes Gefäßtraining schaffen. Kältereize mittels kalter Güsse bringen die Gefäße auf Trab. Wichtig ist, an herzfernen Regionen zu beginnen, um eine Schockwirkung zu vermeiden. Bewegungs- und Sauerstoffmangel
Bildunterschrift: Bewegung im Freien weckt
die Lebensgeister
Im Winter sitzt man lieber gemütlich im Warmen, als sich raus in die Kälte zu wagen. Aber wenig frische Luft und wenig Bewegung bedeuten für den Körper geringere Sauerstoffzufuhr, der Stoffwechsel verlangsamt sich. Man wird müde und träge. Frische Luft und Sport sind daher im Frühjahr angesagt - das bringt den Kreislauf wieder in Schwung und regt den Stoffwechsel an. Die müden Knochen werden wieder beweglich, die Laune steigt. Besonders geeignet sind Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Wandern und Rad fahren - Sportarten, die im Freien ausgeübt werden. Doch auch hier gilt, das rechte Maß zu wahren und die Bewegung nicht bis zur Erschöpfung zu treiben. Moderat ausgeübt, wecken sie dann die Lebensgeister. Angenehmer Nebeneffekt: Der Winterspeck geht weg. Vitamin- und Mineralstoffmangel
Bildunterschrift: Frisches Obst und Gemüse
tut jetzt besonders gut
Nach dem Winter sind die Vitamin- und Mineralstoffspeicher oft wie leergefegt. Jetzt müssen frisches Gemüse und Obst als Fitmacher, Vitamin- und Energiespender für Körper, Geist und Seele auf den Tisch. Frisches Obst der Saison und Vitamin C-haltige Zitrusfrüchte machen nicht nur munter, sondern stärken auch das Immunsystem gegen Viren und Bakterien. Besonders heimisches frisches Gemüse, beispielsweise junger Spinat, Möhren, Lauch und Frühlingszwiebeln bieten sich an. Die Vitamine C und E fördern die Zellerneuerung und unterstützen so nicht nur die Fitness, sondern auch den Frühjahrsputz des Körpers von Innen. Zum Frühjahrsprogramm dazu gehört auch viel Flüssigkeit, mindestens zwei Liter pro Tag. Ideal sind Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder Kräutertees, denn sie unterstützen die Entschlackung des Körpers. Erstes Motto aber sollte sein: Zwingen Sie sich zu nichts. Wenn einen die Müdigkeit trotzdem einmal übermannt, ist auch ein Nickerchen zwischendurch oder ein Mittagsschlaf erlaubt. Nach einigen Wochen hat dann die Serotoninproduktion aufgeholt. Der Organismus hat sich auf den Frühling eingestellt und dann können auch die Frühlingsgefühle zu ihrem Recht kommen. Endlich Frühling!
Im Frühling lächeln die Menschen besonders oft, sagen Psychologen. Das Herz
von Gartenfreunden aber lächelt nicht nur, es jubelt: Vorbei ist die Zeit des
Stubenhockens, es darf wieder gebuddelt und gepflanzt werden. Wer in diesem
Jahr Gemüse ernten möchte, der sollte keine Zeit verlieren. Auch damit Sträucher
wieder prächtig blühen, greift man am besten jetzt zur Schere.
Weg mit dem LaubLaub und Reisig hat in den vergangenen Wochen die Beetpflanzen vor Frost geschützt. Jetzt, im Frühling, kann man die trockenen Blätter in den Boden einarbeiten. Beim Verrotten reichern sie das Erdreich mit Nährstoffen an, außerdem schafft man den austreibenden Stauden Platz zum Wachsen. Während die mehrjährigen Beetpflanzen meist bereits im Herbst geschnitten wurden, ist jetzt für viele Sträucher der richtige Zeitpunkt für einen Schnitt. Auf den Blühzeitpunkt kommt es anIm Frühling werden alle Ziersträucher zurückgeschnitten, die an diesjährigen Trieben Blüten bilden. Dazu gehören zum Beispiel die Strauchspiere, der Schmetterlingsstrauch oder Buddleja, Färberginster und die Hortensie. Bei diesen Pflanzen wird an den vorjährigen Blütenzweigen die Schere angesetzt, damit erneut Triebe mit vielen neuen Blüten wachsen können. Vorsicht ist geboten bei Sträuchern, die bereits im vergangenen Sommer Blütenknospen angelegt haben. Schneidet man sie im Frühjahr, entfernt man auch die Knospen, die in den nächsten Wochen und Monaten aufblühen sollen. Vertreter dieser Sträucher sind zum Beispiel der Flieder, die Forsythie, die Zierkirsche und der Seidelbast. Sie darf man nur unmittelbar nach der Blüte schneiden. Licht für neue TriebeZiersträuchern rückt man mit der Schere meist nicht so kräftig zu Leibe wie den Obststräuchern - nur etwa ein Fünftel der Basistriebe sollte man entfernen. Zuerst geht es ans Innere des Strauchs, um das Gehölz zu verjüngen. In Bodennähe entfernt man die ältesten Mitteltriebe, damit frische Triebe nachwachsen können. Entweder durchtrennt man das alte Holz mit der Astschere dicht über dem Boden, oder man kappt den vergreisten Trieb über einem ein- oder zweijährigen Seitenzweig. "Aufleiten" nennen Fachleute diese Technik, durch die wuchs- und blühstarke Neutriebe begünstigt werden. Vorsicht bei BuddlejaEinen kräftigen Schnitt verträgt der als Sommerflieder bekannte Strauch Buddleja. Er blüht im Sommer und kann deshalb im Vorfrühling nach den stärksten Frösten gestutzt werden. Weil Buddleja aber empfindlich gegen Spätfröste ist, sollte man den Strauch nur stufig bis auf Kniehöhe einkürzen. Auf den Stock setzen, also in Bodennähe abschneiden, kann man rote Spiräen und Zierhimbeeren, damit sie bis zum Sommer neue Blütenzweige bilden. Ihnen kann der Frost kaum etwas anhaben. Beerensträucher schneidenDer Schnitt von Beerensträuchern ist wesentlich einfacher als der von Obstbäumen. Denn die triebstärkste Zone liegt bei ihnen in Bodennähe - sie erneuern sich also laufend von unten her. Nur alte, vergreiste Triebe werden beim Schnitt entfernt. Man erkennt sie an ihrer nussbraunen Rinde: Je älter sie sind, desto dunkler werden sie. Durch den Schnitt schafft man Platz für neue Triebe. Johannisbeeren, Brombeeren und Stachelbeeren kann man im Frühling schneiden. Himbeeren dagegen werden gleich nach der Ernte im Sommer gestutzt. Frühling auf der FensterbankWer früh sät, kann auch früh ernten. Im Moment muss sich der Gärtner hierbei allerdings auf die Fensterbank oder das Frühbeet beschränken. Kräuter wie Basilikum, Dill und Kerbel, aber auch Kopfsalat kann man dort bereits ab März vorziehen. Ideal ist humusreiche, feuchte Erde. Nach drei Wochen sollten die Pflänzchen "pikiert" werden, damit alle genügend Platz zum Wachsen haben. Man setzt die Pflänzchen in kleine Blumentöpfe oder mit einem Abstand von 25 Zentimetern in das Frühbeet. Wem die Anzucht auf der Fensterbank zu viel Mühe macht, der kann pikierte Pflänzchen auch beim Gärtner kaufen. Nach weiteren fünf Wochen kann man ernten. Paprika und Chili fürchten den FrostAuch Gurken, Tomaten, Paprika- und Chilipflanzen werden in der Wohnung vorgezogen. Sie vertragen keine Kälte, weshalb sie erst nach den Eisheiligen im Mai hinaus ins Freie sollten. Paprikapflanzen haben einen großen Hunger auf Sonne, Nährstoffe und Wasser, damit sie ihre Früchte gut entwickeln können. Bewährt haben sich deshalb Pflanzkästen mit Wasserspeicher. Tragen die Pflanzen Früchte, muss man sich für den Erntezeitpunkt entscheiden. Am frischesten schmecken die Schoten, wenn sie noch grün sind. Richtig reif sind sie erst, wenn sie rot, gelb oder braun sind. Dann enthalten sie auch die meisten Vitamine. Karotten direkt ins FreieManche Gemüsesamen kann man Ende April direkt ins Freie ausbringen, zum Beispiel die der Gelbe Rübe. Die Reihen sollten bei frühen Karotten einen Abstand von 20 Zentimetern haben, bei späten etwa 30 Zentimeter. Wichtig für gutes Anwachsen ist, dass der Boden locker und nicht zu feucht ist. Trotzdem sollte man das Gießen nach dem Säen nicht vergessen. Dann heißt es warten, denn Gelbe Rüben keimen erst nach drei bis vier Wochen. Rucola - für Ungeduldige
Bildunterschrift: Schnelle Ernte verspricht
der Rucola, die Salatrauke.
Schneller geht es bei Rucola, der Salatrauke. Auch sie kann man direkt in den Garten säen, aber schon nach zwei Wochen ernten. Die Pflänzchen mit dem nussigen Geschmack sind anspruchslos und gedeihen an sonnigen Plätzen ebenso wie an halbschattigen. Die Samen werden nur etwa einen halben Zentimeter in die Erde gesetzt, die Beete regelmäßig gelockert und gegossen. Das hilft gegen Erdflöhe, die kleine Löcher in die Blätter fressen. Frühjahrsputz Sauber, rein und schlierenfreiEin Eimer voll Wasser, ein Stück Kernseife, ein altes Unterhemd - so zog man früher in den Kampf gegen den Schmutz. Heute quellen die Regale in den Drogeriemärkten über vor Spezialputzmitteln. Die Auswahl ist riesig und glaubt man der Werbung, sind alle unverzichtbar für einen wirklich effektiven Frühjahrsputz. Die Verbraucherzentrale Bayern sieht das anders.
Sie rät, es mit den Reinigungsmitteln nicht zu übertreiben. Kaum zeigen sich
die ersten Frühjahrsboten ereilt viele das Bedürfnis, ihre Wohnung mal
wieder so richtig auf Vordermann zu bringen. Wenn die Sonne ins Zimmer
scheint, fällt es einem oft erst so richtig auf: Die Fenster gehören mal
wieder geputzt - und die Regale gewischt, und ... Doch beim Putzen gibt es so
einiges zu beachten. Und Achtung: Nicht jedes Hausmittelchen ist wirklich so
effektiv, wie oft angenommen.
So viel wie nötig, so wenig wie möglichSparsam verwenden sollen die Frühjahrsputzer die Reinigungsmittel, empfiehlt Gitta Geue, Umweltreferentin der Verbraucherzentrale Bayern. "Man braucht nicht für jeden Schmutz oder jede Oberfläche ein spezielles Putzmittel", erklärt Geue. Eine Grundausstattung reiche aus. Das heißt: ein milder Allzweckreiniger für Fliesen, Arbeitsflächen und die meisten Fußböden, eine Scheuermilch für hartnäckige Verschmutzungen sowie ein Handspülmittel für leichten Schmutz und Fenster. Daneben brauche man Zitronensäure, um Kalkverkrustungen zu entfernen. "Zitronensäure ist empfehlenswerter als Essig. Nicht nur, dass sie besser riecht, Essigdämpfe sind vor allem auch gesundheitsschädlich", so Geue. In Einzelfällen kann aber durchaus auch ein spezielles Pflegemittel die richtige Wahl sein - bei offenporigen Holzfußböden zum Beispiel.
Gesundheit und Umwelt schonen
Gummihandschuhe tragen:Gummihandschuhe schonen die Haut, auch wenn man nur ganz milde Mittel benutzt. Sie sind unverzichtbar, wenn Putzmittel mit gefährlichen Inhaltsstoffen verwendet werden. Geringe Dosierung und keine Spezialputzmittel:Eine geringe Dosierung schont die Umwelt. Auf Spezialputzmittel mit kritischen Inhaltsstoffen sollte verzichtet werden, sie sind an den Gefahrensymbolen auf dem Etikett zu erkennen. Keine Duftspender:Duftspender haben keinen Nutzen. Das beste Mittel gegen schlechte Luft ist: Fenster aufmachen und frische Luft hereinlassen. Auch die Hardware ist entscheidendFensterleder, teure Fensterreiniger, Spiritus, der alte Trick mit dem Zeitungspapier. Häufig nutzt das alles nichts, und die Schlieren auf der Fensterscheibe bleiben. Das was wirklich gegen Streifen hilft, ist der Trick der Profis: Viel Wasser auf die Scheibe und schnell mit einem Gummiwischer das Wasser-Schmutz-Gemisch vom Glas streifen. Ebenso grundlegend ist das richtige Putztuch. Sehr hilfreich sind Mikrofasertücher. Ihre Struktur verstärkt den mechanischen Effekt, wodurch chemische Stoffe sparsamer eingesetzt werden können. Das Geheimnis der Reinigungskraft eines Mikrofasertuchs ist der hauchdünne Faden, aus dem es besteht. Zusammen gewebt haben die Mikrofasern eine riesige Oberfläche, mit der das Tuch sehr viele und sehr kleine Partikel aufnehmen kann. Desinfizieren verbotenHände weg von Reinigungsmitteln mit "antibakteriellen" Zusätzen, rät die Verbraucherzentrale. Denn zum einen haben sie keinen zusätzlichen Nutzen, zum anderen sind sie gesundheitsgefährdend und schlecht für die Umwelt. Die Risiken: Gestörte Hautflora, erhöhtes Allergierisiko und resistent werdende Krankheitserreger. Sogar das WC-Becken und die Toilettenbrille müssten nicht desinfiziert werden. Normales Putzen reiche völlig aus. Ausschlaggebend sei vielmehr, dass ein paar einfache Regeln eingehalten werden.
Hygienische Grundregeln
Unsinnige HausmitteltippsNicht nur weil alle denselben Tipp für den Hausputz geben, ist dieser auch wirklich sinnvoll, warnt Geue. Ein Beispiel: "Essig wird für alle möglichen Reinigungsmethoden empfohlen, zum Beispiel in der Spülmaschine als Ersatz für den Klarspüler", sagt Geue. "Doch das hilft gar nichts. Da können Sie gleich gar nichts benutzen. Das kommt auf's Gleiche heraus."
Nicht überall wird auf die gleiche Art geputzt
Putzen ist eine kulturelle Angelegenheit. Ein Deutscher putzt nicht wie ein Spanier und ein Japaner nicht wie ein Amerikaner. Während die Deutschen ihre Wohnung durchschnittlich einmal in der Woche gründlich reinigen, wird im arabischen Raum vor allem der Küchenboden oft drei Mal feucht gewischt - pro Tag. Dabei wird viel Wasser mit hoch dosierter Chemie auf den zumeist gefliesten Boden geschüttet, großflächig verteilt und mit einem Schieber über Balkon oder Terrasse ins Freie geschoben. In Deutschland geht es meistens mit eher wenig Wasser und relativ wenig Putzmittel zur Sache. In Japan ist nicht nur die Effektivität der Putzgeräte wichtig, sondern auch die Größe: Wischer etwa dürfen einen Stiel von maximal 80 Zentimetern Länge haben - nur so können sie hinter der Waschmaschine versteckt werden. In den Vereinigten Staaten und Großbritannien gilt beim Putzen das Motto "Wisch und weg". Einmaltücher aus Papier gehören dort zur Standardausrüstung. Wischer und Schwämme werden, da Amerikaner nur sehr ungern ins Putzwasser greifen, im Waschbecken unter fließendem Wasser ausgewaschen, Putzeimer nur selten benutzt. Nord- und Mitteleuropäer hingegen werfen ihre Putzlappen nicht in den Müll, sondern in die Waschmaschine. Anders in Südeuropa. Dort werden die Tücher gereinigt, indem sie in extrem harte Chemie wie Chlorbleiche eingelegt werden. |