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Frühlingstipps Frühjahrsputz für Körper und Seele Die Weltgesundheitsorganisation versteht Gesundheit umfassend als:
"... Zustand optimalen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens
bei völligem Fehlen einer Erkrankung oder Schwäche."
Das Befinden stärken und verbessern Dem modernen Menschen ist das natürliche Gespür für die Signale des Körpers verlorengegangen, die auf einen Bedarf, einen Mangel, eine Vergiftung oder eine Fehlfunktion im Organismus hinweisen. Wer aber nicht versteht, was sein Körper ihm sagen will, der kann ihm auch nicht wirksam helfen. Wer also zur Hebung des Wohlbefindens und zur Beseitigung kleinerer Beschwerden unklarer Ursache etwas für sich tun will, der sollte zuvor die Hintergründe seines Mißbefindens klären bzw. klären lassen (z.B. durch einen ärztlichen "Check-up"). Ernährung: Wichtiger Baustein der Gesundheitspflege Ist man im eigentlichen Sinne nicht krank, reagiert der Organismus aber nicht optimal und präzise auf Reize und Anforderungen - fühlt man sich also beispielsweise wie bei der Frühjahrsmüdigkeit unwohl, schlapp und leistungsschwach -, dann sollte zur Rückgewinnung der vollen Fitneß zuerst einmal an eine gesündere Ernährung gedacht werden. Die Nahrung muß so zusammengesetzt sein, daß der Organismus alles bekommt, was er zum Aufbau, zur "Reparatur" entstandener Schäden, zur Beseitigung von Giften und Schlacken und als "Brennstoff" braucht. Neben Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten muß sie lebenswichtige Bausteine wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten. Viele der heutigen Lebensmittel sind leider nicht mehr so, daß sie diese Forderungen optimal erfüllen. Nahrungsmittel stammen häufig von ausgelaugten Ackerböden oder wurden in Treibhäusern gezo-gen und sind so von deutlich verringertem Nährwert. Sie haben bei der Bearbeitung oder Lagerung ihre wertvollsten Bestandteile verloren und sind durch Düngung, Konservierung und andere Maßnahmen unter Umständen sogar schadstoffbelastet. Chronisches Unwohlsein ist oft ein Hinweis dafür, daß dem Körper wichtige Stoffe fehlen, die er sich selbst nicht beschaffen kann, oder daß das eine oder andere Organ, speziell die Leber, eine gezielte Hilfe zur Entgiftung braucht. Bei unerklärlicher Müdigkeit und Leistungsschwäche ist in erster Linie an einen Vitaminmangel zu denken; beispielsweise bei Frühjahrsmüdigkeit an einen Vitamin-C-Mangel an.
Entschlackung durch gesunde Ernährung Besonders im Frühjahr fühlen sich viele Menschen schlaff, abgespannt und chronisch müde. Es wird zwar viel darüber gespottet, dennoch beruht die Frühjahrsmüdigkeit keinesfalls auf Einbildung, sondern zeigt an, daß mit dem Körper etwas nicht stimmt. Meist handelt es sich um Man-gel-zustände nach dem Winter. Man ist trotzdem gut beraten, zur Klä-rung der Ursachen eine gründliche Untersuchung durchführen zu lassen.
Gesunde, vollwertige Ernährung gilt als Grundlage der regelmäßigen Gesundheitspflege. Sie führt dem Körper Energie, Bau- und Vitalstoffe für seine Lebensfunktionen zu. ! Bei gewohnheitsmäßig falscher Ernährung kann man auf Dauer nicht gesund und leistungsfähig bleiben, auch wenn man sich in allen anderen Bereichen gesundheitsbewußt verhält. Die heute übliche Zivilisationskost enthält zu viel Fleischprodukte, Fett, Süßigkeiten und andere denaturierte Nahrungsmittel. Wird diese Ernährung reformiert, bringt das einen wirklichen gesundheitlichen Gewinn. Vollwertkost kann so abwechslungsreich und wohlschmeckend sein, daß es nicht schwer fällt, seine bisherigen Verzehrsgewohnheiten aufzugeben. Vollwertige Ernährung führt dem Organismus täglich alle Nähr- und Vitalstoffe zu, die er zur Energiegewinnung, zum Aufbau körpereigener Substanz und für die zahlreichen biochemischen Stoffwechselvorgänge benötigt. Ballaststoffe spielen dabei neben Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und anderen Vitalstoffen eine wichtige Rolle. Mischkost oder vegetarische Ernährung? Immer wieder streiten sich die Fachleute um die Frage, ob die Natur den Menschen als reinen Pflanzen- oder Allesesser angelegt hat. Grundsätz-lich kann man von der Tatsache ausgehen, daß Menschen Gemischtesser sind, denn der menschliche Verdauungsapparat ist für eine aus Fleisch und Pflanzen gemischte Kost eingerichtet. ! Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate stehen nur dann in einem ausgewogenen Verhältnis zur Verfügung, wenn die Mischkost aus gehaltvoller Kost tierischer Herkunft und ballastreicher Pflanzenkost besteht. Nähr- und Vitalstoffe - unentbehrlich für den Körper Die Nahrungsmittel enthalten die Nährstoffe Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate und die Vitalstoffe, zu denen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme und Ballaststoffe gehören. Nährstoffe führen dem Körper Kalorien zu und dienen vorwiegend als Energieträger. Die Vitalstoffe sind für die zahlreichen chemischen Stoffwechselprozesse zuständig. Die Ballaststoffe dienen vor allem der regelmäßigen Darmpflege. ! Unter dem Oberbegriff "Vitalstoffe" werden alle jenen Nah-rungsbestandteile zusammengefaßt, die dem Körper keine Ener-gie (Kalorien) zuführen, sondern an Stoffwechselfunktionen beteiligt sind oder als Bausteine der lebenden Substanz dienen. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente Vitamine sind lebenswichtige Begleitstoffe bei den einzelnen Stoffwechselprozessen und darüber hinaus die wichtigsten Substanzen des Immunsystems. Besondere Bedeutung haben dabei inzwischen die Vitamine C und E sowie ß-Carotin (Vorstufe von Vitamin A) erlangt, weil sie die schädlichen sogenannten freien Radikale in Schach halten. Als Mineralstoffe oder Mengenelemente bezeichnet man die Gruppe von Elementen, die im Körper in größeren Mengen vorkommen. Hierzu gehö-ren Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium und Phosphor. Die Spurenelemente werden als Bestandteile der Nahrung in weit gerin-ge-ren Mengen benötigt - sie wirken in Mikro-Quantitäten. Bis heute sind 14 Spurenelemente ermittelt worden: Chrom, Eisen, Fluor, Jod, Kobalt, Kupfer, Mangan, Molybdän, Nickel, Selen, Silizium, Vanadium, Zink und Zinn. Das Angebot an Nahrungsmitteln ist heute so reichhaltig und vielseitig, daß man sich kaum vorstellen kann, daß jemand unter einem Mangel lei-den kann. Doch der Eindruck täuscht: Tatsächlich weisen viele Menschen einen unterschiedlich stark ausgeprägtem Vitalstoffmangel auf. Vorwiegend erklären sich die Mangelzustände aus einer falsch zusammengestellten, einseitigen Ernährung. Hinzu kommt häufig noch eine falsche Zubereitung, bei der unnötig Vitalstoffe verloren gehen. Außer-dem enthalten die Nahrungsmittel heute oft von vornherein weniger Vitalstoffe. Risikofaktoren und besondere Lebensumstände erhöhen den Vitalstoffbedarf: Hohe Arbeitsbelastung und Streß, intensive sportliche Betä-tigung, Schwangerschaft, Kindes- und Jugendalter sowie die sogenannte zweite Lebens-hälfte. Auch bei ausgewogener Ernährung sind somit Mangelzustände möglich. Kuren zur Gewichtsreduktion und Entschlackung Diätkuren sind eine der am häufigsten angewendeten Heilmaßnahmen, die sowohl in der Selbstbehandlung als auch in der ärztlichen Therapie eine große Rolle spielt. Fettleibigkeit und Übergewicht sind heute in den industrialisierten Ländern zu einem großen Problem geworden. Übergewicht ist ein Bilanzproblem, d.h., dem Körper wird mehr Energie zugeführt, als er verbraucht. Bei der Gewichtsreduktion greift man in die Energiebilanz ein, sinnvollerweise sowohl auf der Zufuhr- als auch auf der Ausgabenseite. Wer einmal "fasten" möchte, sei es um ein paar Pfunde loszuwerden oder um eine Phase körperlichen und/oder seelischen Unwohlseins zu bewältigen, der sollte es mit einer energiereduzierten Mischkost versuchen. Sie ist risikoarm, schonend und - erfolgreich. Das Grundprinzip: Die bewährte gemischte Zusammensetzung der Ernährung kann man beibehalten, es muß aber die Gesamtenergieaufnahme reduziert werden. Gemie-den wer-den sollten allenfalls reine Energieträger wie Alkohol, Zucker und Fett.
Die andere Möglichkeit, in die Energiebilanz einzugreifen, ist die Steigerung des Energieverbrauchs. Wirkungsvoll sind körperliche Bewegung und Sport. Ohne eine Änderung der Eßgewohnheiten bleibt eine Diät auf Dauer erfolglos. Werden die alten Eßgewohnheiten nach Abschluß einer Diät wieder aufgenommen, führt dies zu einer erneuten Gewichtszunahme. Dabei kann das Ausgangsgewicht sogar noch übertroffen werden, da der Körper während der Diätphase gelernt hat, mit einer verminderten Energiezufuhr auszukommen. ! Nur durch eine Kombination von vernünftiger Ernährung, sinn-vollem Eßverhalten und Bewegung hat eine Gewichtsreduktion langfristig Erfolg. Wohlbefinden durch Fasten Schon in alten Zeiten wußten die Völker, daß Diätfehler Krankheiten erzeugen. Sie benutzten deshalb auch die Nahrungsenthaltung als Heilmethode. Die Fastenkur ist eine sehr einschneidende Maßnahme, und ihre Durchführung ist von bestimmten Voraussetzungen abhängig. Der Fastende muß innerlich auf das Fasten vorbereitet werden. Eine längere Vollfastenkur kann nur durchgeführt werden, wenn der Fastenwillige alle äußeren Einflüsse, welche irgendwie störend wirken können, auszuschal-ten vermag. Darum sind Fastenkuren zu Hause wohl nur durchführbar, wenn die Familienangehörigen so verständig sind, dem Fastenden die Ein-haltung seines Vorhabens nicht zu erschweren.
Ein häufiges Vorurteil gegen Fastenkuren ist die Annahme, daß Fasten zu Unterernährung und damit zur Schädigung des Körpers führen könne. Diese Ansicht ist unrichtig. Obwohl selbstverständlich der Fastende während einer längeren, etwa 8-14tägigen Fastenkur abmagert, sind mit der ärztlich verordneten und geleiteten Kur niemals gesundheitliche Störungen verbunden. Vielmehr beobachtet man, daß während dieser Zeit zahlreiche, den Stoffwechsel und damit die Gesundheit belastende Rückstände abgebaut werden, welche sich durch bloße Diät in gleicher Weise nicht beeinflussen lassen. |