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Fußpilz

Fußpilz- Ungeliebte Souvenirs
Der Fußpilz ist eine Pilzerkrankung (Mykose), die in Zehenzwischenräumen, auf Fußsohlen und in seltenen Fällen auch auf dem Fußrücken auftritt.

Bleibt die Erkrankung unentdeckt oder unbehandelt, kann der Erreger auch auf andere Bereiche der Haut, vor allem auf die Nägel, übergreifen. Im letzten Fall spricht man dann von einem Nagelpilz (Onychomykose). Hautärzte (Dermatologen) unterscheiden drei Formen des Fußpilzes: die interdigitale, die Mokassin-Mykose und die vesikulös-dyshidrotische Form. Alle drei Formen beginnen in der Regel mit einer Hautaufweichung in den Zehenzwischenräumen und werden meist von geringen Rötungen, Schuppen und einem starken Juckreiz begleitet. Durch das Aufkratzen der juckenden Hautpartien können zusätzlich Hautrisse entstehen. Während sich der Erreger bei der interdigitalen Form auf die Zehenzwischenräume beschränkt, breitet er sich bei der Mokassin-Mykose über die Fußsohlen aus, um dann langsam auf die Fußkanten und den Fußrücken überzugreifen. 

Zu den Beschwerden zählen eine Entzündung der betroffenen Hautpartien sowie eine trockene Schuppung. Im weiteren Krankheitsverlauf können sich zudem dicke Hornhautschichten bilden, die zu oft schmerzhaften Rissen besonders an den stark belasteten Fersen führen können. Charakteristisch für die vesikulös-dyshidrotische Form ist die Bildung von Bläschen im Bereich des Fußgewölbes und der Fußkanten. Die Bläschen trocknen oft ein und es entstehen ein Spannungsgefühl und ein Juckreiz an den betroffenen Stellen. Häufig wird der Fußpilz von den Betroffenen entweder über Jahre hinweg nicht bemerkt oder fälschlicherweise als harmlose Hauttrockenheit interpretiert. 

Diese ungenügende und falsche Auslegung der Beschwerden ist nicht nur ein Grund für die Ausbreitung des Fußpilzes auf andere Haut- und Körperpartien (Nägel, Rücken), sondern auch ausschlaggebend für Erfolg und Dauer der Behandlung. Frauen seltener betroffen als Männer Der Fußpilz gehört zu den am weitesten verbreiteten Infektionskrankheiten. Auch wenn die Krankheit oft unerkannt bleibt oder vielfach verschwiegen wird, zeigen Studien, dass rund ein Drittel der Europäer an Fußpilz leidet. Bei barfuß laufenden Naturvölkern hingegen wird die Krankheit deutlich seltener diagnostiziert. Dieser Befund zeigt, dass vor allem eine ungeeignete Fußbekleidung wie zu enges Schuhwerk zu den Risikoquellen einer Fußpilzinfektion gehört. Die Infektionsgefahr steigt darüber hinaus mit zunehmendem Alter. Auch Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Adipositas (Fettleibigkeit) oder zum Beispiel Krebserkrankungen steigern das Infektionsrisiko. Ebenso ist es erwiesen, dass Frauen seltener an Fußpilz leiden als Männer. Bei ihnen herrschen meist andere Bekleidungsweisen vor. So tragen Frauen häufiger offene Schuhe und seltener Turnschuhe. (ABDATA- Pharmadatenservice, 16.09.2007)

 

Bei Fußpilz sollte man folgendes beachten :

1 Nehmen Sie das vom Arzt verordnete oder selbst in der Apotheke gekaufte Medikament regelmäßig nach Anweisung ein. Meist muß man die Behandlung über einen Mindestzeitraum von 2 Wochen durchhalten. Die Medikamente hemmen die Fußpilze nur am Wachstum. Wenn die Haut im Rahmen ihres natürlichen Wachstums abschilfert, wachsen auch die Fußpilze mit raus. Wird die Behandlung vorzeitig unterbrochen, können die Fußpilze wieder in tiefere Hautschichten wachsen und man muß die Behandlung von vorne beginnen.

2 Füße nur kalt mit Syndeten ( PH5-Eucerin oder Eubos ) und nicht mit Seife waschen.

3 Alle Strümpfe, die nicht gekocht werden können, mit einem pilzaktiven Waschmittel waschen , z.B. Fongex oder Waschsagrotan.

4 In der Sauna oder im Bad trage man eigene Schuhe. Füße danach immer gründlich abtrocknen, so daß keine Restfeuchte in den Schuh gelangt. In dem dadurch begünstigten feucht-warmen Milieu wachsen Hautpilze sehr gut.

5 Ist der Fußpilz kuriert, behandelt man die Schuhe mit einem dafür geeigneten Puder: Ovis Canesten Tonoftal. Hierdurch wird eine Wiederansteckung mit dem Hautpilz vermieden.

6 Manche Hautärzte empfehlen auch die Verwendung von 20g 10% Formaldehydlösung für die Schuhe . Ein mit dem Formaldehyd getränkter Wattebausch wird mit den Schuhen und Strümpfe zusammen in einer Plastiktüte 48 Stunden aufbewahrt. Dann auf dem Balkon 48 Stunden lüften.

7 Schuhe möglichst nicht mehrere Tage hintereinander anziehen. An den Füßen schwitzt jeder, und die dabei im Schuh gesammelte Feuchtigkeit begünstigt Fußpilz. Lüften sie die Schuhe, indem Sie sie einen Tag nach dem Tragen nicht anziehen - Wechseln Sie die Schuhe.

8 Überwiegend Kohlehydratreiche Kost ( Stärke Mehl Zucker etc) begünstigt Hautpilze. Der Körper, und damit auch die Haut, reagiert alkalischer, was den Säureschutzmantel der Haut vermindert. Diese wird anfälliger.