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Hausapotheke
begeistert zwei Drittel der Deutschen
Berlin (ABDA, 28. Februar 2005) Ab morgen können sich Patienten der Barmer
Ersatzkasse bundesweit in Hausapotheken einschreiben. Das Prinzip der
Hausapotheke: Der Kunde wählt zuerst - ähnlich wie beim Hausarzt - eine
Apotheke aus und schreibt sich dort für ein Jahr ein. "Der Apotheker
prüft alle Arzneimittel, auch die nicht vom Arzt verordneten, und untersucht
sie auf mögliche Wechselwirkungen und Doppelverordnungen. Er ist der
unabhängige pharmazeutische Ansprechpartner für Arzt und Patient" sagte
Heinz-Günter Wolf, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher
Apothekerverbände. Bundesweit beteiligen sich über 13.000 Apotheken am
Hausapothekenkonzept. Die Dienstleistungen der Hausapotheke sind für den
Versicherten kostenlos. "Es wurde Zeit für diese Kooperation", sagte
Wolf.
Das Konzept der Hausapotheke kommt gut an bei der Bevölkerung, das zeigt eine
aktuelle Forsa-Umfrage. Zwei Drittel der Befragten würden sich laut einer
Umfrage auf eine Hausapotheke festlegen. Etwa die Hälfte der Befragten schätzt
vor allem die intensivere Beratung durch den Apotheker (51 Prozent) und die
Überprüfung der Arzneimittel auf mögliche Wechselwirkungen oder
Doppelverordnungen (47 Prozent). Für ein Drittel sind Preisnachlässe bei
Nicht-Arzneimitteln wichtig (33 Prozent) und die Lieferung durch einen
Mitarbeiter der Apotheke bis an die Haustür (31 Prozent).
Ein Drittel wollte sich nicht auf eine Hausapotheke festlegen. Hier wurde nach
den Gründen für die Ablehnung gefragt: Gut die Hälfte gab an, nur selten
Arzneimittel zu benötigen (57 Prozent) oder wollte Arzneimittel in der Apotheke
kaufen, an der sie gerade vorbei kommen (55 Prozent). "Ein Zeichen
bisheriger guter Leistungen: 42 Prozent derjenigen, die eine Hausapotheke
ablehnen, sind mit den bisherigen Leistungen der Apotheke so zufrieden, dass sie
keine Zusatzangebote wünschen" sagte Wolf.
Im Auftrag der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände befragte
das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Februar 2005 in einer repräsentativen
Telefonumfrage 1005 Personen über 18 Jahren. Mehrfachnennungen waren möglich.
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