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Ernährung
auf Reisen
Einleitung
Sommerzeit ist Reisezeit. Jedes Jahr macht sich in den Sommermonaten ein
Großteil der Bevölkerung auf den Weg ins nahe und ferne Ausland, um dort den
Urlaub zu verbringen. Dabei kann schon die Anreise per Auto, Flugzeug oder
Schiff dem einen oder anderen auf den Magen schlagen und die Urlaubsfreude
trüben. Doch auch vor Ort sollte der Reisende Vorsichtsmaßnahmen treffen, um
nicht die schönste Zeit des Jahres krank im Bett zu verbringen. So können
Lebensmittel durch Hitze, Sonne und andere hygienische Bedingungen stärker mit
pathogenen (krankheitsverursachenden) Mikroorganismen belastet sein als zu Hause
und ihr Verzehr zu Magen-Darm-Erkrankungen führen. Mit ein paar einfachen
Regeln, die man bei der Anfahrt und am Urlaubsort beachten sollte, ist es
möglich den Urlaub fit und gesund zu genießen.
Reisen mit dem Auto
Die Fahrt in den Urlaub mit dem Auto bedeutet für die meisten langes und
enges Sitzen, wobei häufig zu wenige Pausen gemacht werden. Das wirkt sich auf
den Kreislauf und auf die Verdauung aus. Durch das lange Sitzen sinkt die
Durchblutung des Magen-Darm-Traktes und die Muskulatur in diesem Bereich
verkrampft sich und wird träge. Die Verdauung wird verlangsamt.
Um diesen Effekt nicht noch mit schwerem Essen zu steigern, sollten sie auf
langen Autofahrten lieber leicht verdauliche Speisen zu sich nehmen. Auch ist es
sinnvoll, mehrere kleine Mahlzeiten zu essen, das belastet den Magen nicht
unnötig. Die Mahlzeiten sollten immer mit einer Pause verbunden werden, dadurch
verlässt man das Auto und bewegt sich, wenn auch nur kurz, um den Kreislauf
wieder etwas in Schwung zu bringen. Als leichte Reiseverpflegung, die man zu
Hause vorbereiten kann, eignen sich Vollkornbrote/ Brötchen, welche mit
fettarmem Käse oder Wurst belebt sind. Obst und Gemüse (z. B. Gurkenscheiben,
Karottenstifte, Tomaten, Radieschen, Paprikaviertel...), fettarme Milchprodukte
(wie: Joghurt, Kefir, Buttermilch) sind eine gute Ergänzung zum Brot. Leichte
Salate können ebenso mit auf große Fahrt genommen werden, wenn die Salatsoße
separat aufbewahrt wird. Rohes, geschnittenes Obst und Gemüse sollte in gut
verschließbaren Gefäßen oder in feuchte Tücher verpackt werden. Bei Fahrten
in heiße Regionen empfiehlt sich sowohl für die Essenvorräte als auch für
die Getränke die Benutzung einer Kühltasche.
Besonders wichtig ist, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Gerade in heißen Regionen herrschen häufig hohe Temperaturen im Wageninneren,
man schwitzt vermehrt und es kommt zu erhöhten Flüssigkeitsverlusten.
Konzentrationsschwäche ist die Folge. Die Aufnahme von mindestens 1,5 bis 2
Liter Flüssigkeit pro Tag werden empfohlen, an heißen Tagen kann es jedoch
ruhig mehr sein. Auch hier sollte eine sorgfältige Getränkeauswahl getroffen
werden. Geeignet sind kohlensäurearme Mineralwässer, Früchtetees oder
Fruchtsaftschorlen. Von Kaffee oder schwarzem Tee ist abzuraten, da sie
harntreibend sind und dem Körper Wasser entziehen.
Blieb keine Zeit, zu Hause ein Lunchpaket zu packen und wird unterwegs eine
Raststätte aufgesucht, sollten auch hier leicht verdauliche Speisen ausgewählt
werden. Salate, fettarme Fisch und Fleischgerichte mit viel Gemüse oder eine
leichte Suppe stehen in jeder Raststätte auf der Speisekarte. Auf Pommes frites
und fette Soßen sollte zu Gunsten des Wohlbefindens verzichtet werden.
Tipps für lange Flugreisen
Auf die Gefahr einer Thrombose-Erkrankung während Langstreckenflügen wird
in letzter Zeit immer häufiger hingewiesen.
Was ist eine Thrombose?
Nach einer ganz normalen äußeren Verletzung kann man beobachten, wie das
Blut nach einer Weile gerinnt und die Wunde verschließt. Findet diese Gerinnung
innerhalb einer Ader statt, so spricht man von einer Thrombose. Durch die
Gerinnung des Blutes bildet sich zuerst ein kleines Gerinnsel, was jedoch in
wenigen Stunden zu einem Blutpfropf anwachsen kann. Bevorzugt bilden sich
Thrombosen in den Venen der Beine. Das Gefährliche an einer Thrombose, liegt in
der Tatsache, dass sich dieser Pfropf aus den Venen der Beine lösen kann und
über den Blutkreislauf in die Lunge gelangen kann. Durch ein Steckenbleiben des
Blutpfropfes in den fein verzweigten Adern der Lunge, kann es zu einer
Lungenembolie kommen. Sofortige ärztliche Hilfe ist in solchen Fällen von
Nöten.
Wieso besteht bei Langstreckenflügen Thrombosegefahr?
Hierfür gibt es drei Gründe:
- Der Luftdruck in einer Flugzeugkabine während eines Langstreckenfluges
entspricht der Druckhöhe von 2500 Metern. Ein Flug ist also gleichzusetzen
mit einem Kurztrip auf einen Berggipfel, auf dem natürlicherweise ein
niedriger Luftdruck vorherrscht. Die Folge davon ist, dass sich die Venen
ausdehnen, der Blutfluss wird langsamer und die Gefahr der Gerinnung des
Blutes steigt.
- Die Luftfeuchtigkeit, die am Boden 20 bis 30 Prozent entspricht, sinkt je
nach Flughöhe auf 3 Prozent (bei Langstreckenflügen werden maximale
Flughöhen erreicht). Das entspricht einem trockenen Wüstenklima. Auf Grund
der geringen Luftfeuchtigkeit verliert der Körper Flüssigkeit, das Blut
wird dickflüssiger, was einen weiteren gefährlichen Faktor für die
Entstehung einer Thrombose darstellt.
- Urlaubsreisende fliegen meistens in der Touristenklasse. Bei den
überwiegenden Fluggesellschaften sitzt man stark eingeengt, die Venen in
der Leiste und Kniekehle werden während des gesamten Fluges abgeknickt.
Wodurch das dickflüssige Blut in den Venen noch langsamer fließt. Auch
dies ist also eine Tatsache die das Thrombose-Risiko erhöht.
Spannungsgefühle in den Beinen, die so genannten "schweren Beine",
und leichte ziehende Schmerzen in den Waden sind erste Hinweise für eine sich
entwickelnde Thrombose.
Wer ist besonders gefährdet?
Thrombose gefährdet sind folgende Personengruppen: Ältere Menschen,
Übergewichtige, Schwangere, Raucher, frisch Operierte, Menschen mit
Krampfadern, Frauen, welche die Pille nehmen und Personen, die bereits eine
Thrombose hinter sich haben.
Vorbeugende Maßnahmen
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist besonders wichtig. Auf einem Flug
von New York nach Frankfurt verliert der Körper etwa ein Liter Flüssigkeit.
Deshalb wird empfohlen pro Flugstunde 0,5 l Getränk aufzunehmen. Geeignet sind
Mineralwässer, Schorlen, und Früchtetees. Alkohol ist zum
Flüssigkeitsausgleich ungeeignet, da er die Venen erweitert, mit bekannter
Folge, dem Körper Wasser entzieht und des Weiteren eine zu hohe Energiedichte
besitzt.
Darüber hinaus sollte man sich immer wieder bewegen, mindestens einmal pro
Stunde aufstehen und sich die Beine vertreten, sofern der Flug dies zulässt.
Mit isometrischen Übungen und regelmäßigem Fußkreisen hält man den
Blutfluss der Beine in Gang.
Schiffsreisen
Schiffsreisende sind am häufigsten von der Reisekrankheit betroffen, da
dieses Verkehrsmittel relativ selten verwendet wird und die Schiffsbewegung für
viele ungewohnt ist. Die Schaukelbewegung verursacht durch Reizung des
Gleichgewichtorgans Befindlichkeitsstörungen, da die Augen dem Gehirn
Bewegungslosigkeit melden und das Gleichgewichtsorgan dem Gehirn Beschleunigung
und Lageveränderung meldet. Das Gehirn ist durch die vielen unterschiedlichen
Informationen überfordert und veranlaßt die Ausschüttung von Stresshormonen.
Die Betroffenen leiden nun an den typischen Beschwerden: Flaues Gefühl im
Magen, Blässe, verstärkter Speichelfluß, Schweißausbrüche mit Übelkeit bis
hin zum Erbrechen. Aber auch Schwindelgefühl, erhöhter Puls und Kopfschmerzen
zählen zu den häufigsten Symptomen der Reisekrankheit.
Je nach Empfindlichkeit des Reisenden kann die Reisekrankheit jedoch auch in
allen anderen geschlossenen Verkehrsmitteln auftreten, wobei Kinder im
schulpflichtigen Alter sehr häufig betroffen sind.
Reisekrankheit muß jedoch nicht zwangsläufig auftreten. Es gibt einige
Maßnahmen, die vorbeugend oder Symptom lindernd angewandt werden können.
 | Die Wahl des Platzes im jeweiligen Verkehrsmittel ist oftmals schon
entscheidend. So empfiehlt sich im Auto der Beifahrersitz, in Bus und Bahn
ein Platz in Fahrtrichtung, im Flugzeug ein Platz im Mittelgang oder im
vorderen Flugzeugabschnitt, im Schiff der Aufenthalt in der Schiffsmitte,
oberhalb des Wasserspiegels.
 | Versuchen Sie die Reise entspannt und ausgeschlafen anzutreten
 | Sorgen Sie für frische Luft und vermeiden Sie Hitze und zu viel Sonne
 | Das Gewürz Ingwer als Tablette und Bonbon eingenommen, sowie das Kauen
der Ingwerwurzel können die Reiseübelkeit mindern
 | Der Magen sollte durch leicht verdauliche Mahlzeiten in kleinen Portionen
geschont werden. Sowohl vor Reiseantritt als auch während der Fahrt sollte
auf fette, scharf gewürzte Speisen sowie auf Alkohol, Kaffee und Zigaretten
verzichtet werden.
 | Vitamin B1 (Thiamin) kann sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken und
verringert die Übelkeit. Daher bietet sich bereits ein paar Tage vor
Reiseantritt eine Vitamin B1-reiche Ernährung an. Besonders Vitamin B1
reich sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Kartoffeln. Von der
Deutschen Gesellschaft für Ernährung wird eine tägliche Aufnahme von
1,0-1,3 mg Vitamin B1 empfohlen. |
| | | | |
Tab. 1: Vitamin B1-Gehalte ausgewählter Lebensmittel
|
Lebensmittel
|
in mg pro Portion
|
|
Gemüse
|
|
Hülsenfrüchte, 250 g
|
0,76
|
|
Fenchel, 200 g
|
0,46
|
|
Grüne Erbsen, gegart, 150 g
|
0,33
|
|
Spargel, 200 g
|
0,22
|
|
Mais, 60 g
|
0,22
|
|
Kartoffeln, gegart, 250 g
|
0,21
|
|
Getreide/Nüsse
|
|
Vollkornteigwaren, 150 g
|
1,01
|
|
Nüsse, 100 g
|
0,90
|
Sollte die Einhaltung dieser Ratschläge nicht ausreichende Abhilfe schaffen,
so stehen dem Reisenden in den Apotheken vielfältige Mittel, mit
unterschiedlichen Darreichungsformen, zur Vorbeugung und Behandlung der
Reisekrankheit zur Verfügung.
Wichtige Verhaltensregeln am Urlaubsort
Am Urlaubsort angekommen, erkranken etwa 50 % aller Reisenden in warmen
Ländern an Reisedurchfall, wobei ältere Personen häufiger betroffen sind als
jüngere. Der Reisende kann sich durch die Einhaltung einiger weniger
Verhaltensregeln erfolgreich vor "Montezumas Rache" oder
"Hongkongheimsuchung" schützen. Es sollte bei jeder Speise und jedem
Getränk, genau überlegt werden, wie es zubereitet, gekühlt und gelagert
wurde. Denn häufig entsprechen die Hygienevorschriften in den Urlaubsländern
nicht dem deutschen Standart, so daß die Lebensmittel unter Umständen mit
Krank machenden Keimen belastet sein können.
Gerade bei Wasser welches als Trinkwasser ausgewiesen ist, sollte dies beachtet
werden. Es empfiehlt sich in warmen Urlaubsländern die Verwendung von
industriell abgefülltem Mineralwasser, sowohl für die Zubereitung von Speisen,
zum Trinken als auch zum Zähne putzen. Ist dies nicht vorhanden sollte das
Wasser zumindest abgekocht werden. Bei Getränken, die im Restaurant getrunken
werden, sollte darauf geachtet werden, daß die Flaschen ungeöffnet an den
Tisch gebracht werden und sich in den Gläsern keine Eiswürfel befinden. Denn
Eiswürfel bergen genau dieselben Gefahren wie das Trinkwasser.
Für den Verzehr von Lebensmitteln gilt die Regel: Cook it, peel it or leave it!
Was soviel heißt, daß nur gut gekochte, gebraten oder geschälte Lebensmittel
verzehrt werden sollten. Ist dies nicht Gewähr leistet, so sollte man besser
auf die Speise verzichten. Pudding und mit rohen Eiern zubereitete Speisen
sollten gemieden werden, da in heißen Ländern die ununterbrochene Kühlung
nicht immer durchgeführt wird. Gleiches gilt für rohes Fleisch, Muscheln,
unpasteurisierte Milch, unbehandelte Frischmilch und Mayonnaise. Obst und
Gemüse kann auch unter Umständen nach gründlichem Waschen verzehrt werden,
wobei jedoch auf Blattsalate verzichtet werden sollte, da in den Blattfalten
trotz Waschens noch Keime zurückbleiben können. Zum Abwaschen sollte hier auch
wieder abgekochtes Wasser verwendet werden. Essstände, die sich im Freien
befinden, sind besonders zu meiden, da die Speisen nachträglich mit
mannigfaltigen Keimen belastet sein können. Als Nachtisch ist Eis eine weniger
geeignete Süßspeise, da hier die Unterbrechung der Kühlkette und eine
Verunreinigung bei der Zubereitung durch Mikroorganismen (z. B. durch die
Verwendung von nicht pasteurisierter Milch) nicht auszuschließen ist.
Es sollten also nur gut durchgebratene und gekochte Speisen kurz nach der
Zubereitung verzehrt werden. Besonders Personen, die ein geschwächtes
Immunsystem haben, ältere Menschen, Schwangere und Kleinkinder sollten diese
einfachen Regeln beherzigen, damit die schönste Zeit des Jahres auch in vollen
Zügen genossen werden kann.
Was tun bei Durchfall?
Hat trotz Einhaltung dieser Verhaltensregeln am Urlaubsort "Montezumas
Rache" den Reisenden ereilt, kann zunächst auf das bewährte Hausmittel
Cola mit Salzstangen zur Behandlung zurückgegriffen werden. Fehlende Mineralien
und Flüssigkeit, deren Verlust unter Umständen zu einer lebensbedrohlichen
Situation führen kann, werden auf diese Weise ersetzt. Auch speziell
zusammengesetzte Pulver für die Reiseapotheke sind erhältlich, die diese
Verluste ausgleichen. Es handelt sich dabei um die so genannten "oralen
Rehydratationspulver". Ist ein solches am Urlaubsort nicht zur Hand, kann
eine entsprechende Mischung selbst hergestellt werden. Dazu wird ein Liter
keimfreies Wasser oder 1 Liter dünner schwarzer Tee mit einem halben Teelöffel
Kochsalz und 2 gehäuften Esslöffeln Zucker oder 1 gehäuften Esslöffel
Traubenzucker vermengt. Diese Lösung sollte möglichst schnell und in großen
Mengen getrunken werden. Um den Körper mit Kalium zu versorgen und die
durchfallbedingten Verluste auszugleichen, bietet sich der Verzehr von Bananen
an. Eine weiteres Hausmittel zur Behandlung von Durchfall ist die
"Rohapfeldiät", bei der circa 5 Apfelmahlzeiten am Tag verzehrt
werden. Zur Herstellung der Mahlzeiten werden 250 g gewaschene entkernte Äpfel
gerieben und ein Spritzer Zitronensaft dazugegeben. Wichtig ist es, entstandene
Flüssigkeitsverlust unter gar keinen Umständen durch Kaffee, Alkohol oder
Milch zu ersetzen. Tritt innerhalb von 2 Tagen keine Besserung der Symptome ein
oder zeigen sich Anzeichen einer Austrocknung und leidet der Urlauber unter
hohem Fieber, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.
Für Kleinkinder gelten besondere Empfehlungen bei der Behandlung von Durchfall,
da die alten Hausmittel für sie in der Regel nicht geeignet sind. So ist Cola
auf Grund des hohen Koffeingehaltes für Kinder nicht zu empfehlen. Zur
Behandlung von Durchfall bei Kleinkindern bieten sich orale Rehydratationspulver
aus der Apotheke an oder die Herstellung von entsprechenden Lösungen für den
Flüssigkeitsausgleich. Dazu werden 1-2 Esslöffel Zucker und 1 Teelöffel
Kochsalz in einem Liter Orangensaft aufgelöst oder der Saft von 4 Orangen mit 7
Teelöffeln Zucker und 1 Teelöffel Kochsalz mit einem Liter abgekochtem Wasser
vermengt.
Sonnenallergie
Mallorca-Akne oder Hitzepickel wird sie auch genannt, die Sonnenallergie. Die
meisten Sommerurlauber legen gesteigerten Wert auf Sonne satt und setzen ihre
Haut viel zu lange den Sonnenstrahlen aus. Nicht selten entwickeln sich bei
Personen mit empfindlicher Haut und jungen Frauen rote und juckende Pusteln und
Pickel auf den der Sonne ausgesetzten Hautregionen. Ursache ist meist die
Kombination aus UVA- und UVB-Strahlen, der erhöhte Ozongehalt der Luft und
Bestandteile der Sonnencremes oder -lotionen. Besonders empfindliche Stellen
für die so genannten Hitzepickel sind der Hals, das Dekolleté, der Nacken und
der Schulterbereich. Der erste und wichtigste Rat für Sonnenallergiker heißt
natürlich: möglichst im Schatten aufhalten. Kühlende und feuchte Umschläge
sind bei Hautreaktionen hilfreich und lindern den Juckreiz. Eine vermehrte
Calciumaufnahme, schon vor dem Urlaub, kann die sonnenallergischen Erscheinungen
mildern. Calciumreiche Lebensmittel sind Milch und Milchprodukte. Aber auch
einige Gemüsesorten und calciumreiche Mineralwässer können zur calciumreichen
Ernährung hinzugezogen werden.
Tab.2: Calciumgehalte ausgewählter Lebensmittel
|
Lebensmittel
|
in mg Calcium pro Portion
|
|
Gemüse
|
|
Grünkohl, 150 g
|
266
|
|
Mangold, 150 g
|
183
|
|
Broccoli , 150 g
|
168
|
|
Fenchel, 150 g
|
164
|
|
Hülsenfrüchte / Samen
|
|
Mohn, 20 g
|
292
|
|
Sojabohne, 150 g
|
195
|
|
Tofu, 100 g
|
159
|
|
Milchprodukte
|
|
Parmesan, 30 g
|
360
|
|
Emmentaler, 30 g
|
330
|
|
Gouda, 30 g
|
240
|
|
Joghurt (1,5 %, 3,5 %), 125 g
|
195
|
|
Gorgonzola, 30 g
|
184
|
|
Mozzarella
|
504
|
Hilfe gegen Jetlag
Immer mehr Urlauber bereisen Länder, die außerhalb Europas liegen. Dadurch
treten bei vielen auch Probleme mit der Zeitverschiebung auf, was sich durch
Müdigkeit am Tag und Schlafstörungen in der Nacht bemerkbar macht. Das
Provitamin A (b-Carotin) kann helfen diese Phasen zu verkürzen und das
allgemeine Wohlbefinden steigern. Obst und Gemüse sind die wichtigsten
b-Carotin-Lieferanten, sie sollten generell in einer gesunden Ernährung nicht
fehlen und täglich verzehrt werden. Die nachfolgende Tabelle zeigt wichtige
b-Carotin-Lieferanten.
Tab. 3: b-Carotin-Gehalte ausgewählter
Lebensmittel
|
Lebensmittel
|
in mg pro Portion
|
|
Gemüse
|
|
Mohrrübe, 150 g
|
11,70
|
|
Fenchel, 200 g
|
9,40
|
|
Spinat, 150 g
|
7,03
|
|
Grünkohl, 150 g
|
6,14
|
|
Gemüsepaprika, 150 g
|
3,19
|
|
Kürbis, 150 g
|
2,10
|
|
Obst
|
|
Mango, 125 g
|
3,46
|
|
Aprikose,125 g
|
2,24
|
|
Papaya, 125 g
|
0,70
|
|
Pfirsich, 125 g
|
0,55
|
|
Kiwi, 125 g
|
0,43
|
|
Banane, 125 g
|
0,29
|
|
Kirsche, 120 g
|
0,10
|
Rezeptvorschläge für das Lunchpaket
Zweierlei Vollkornbrötchen
Zutaten:
2 Vollkornbrötchen
5 g Margarine
2 große Salatblätter
1 saure Gurke
2 Scheiben Schlangengurke
½ TL Senf
2 Scheiben Geflügelbraten
2 Scheiben Emmentaler, mager
Zubereitung:
Die Vollkornbrötchen aufschneiden, je eine Hälfte mit Margarine
bestreichen. Jeweils ein Salatblatt auf die Unterseite legen. Auf die eine
Hälfte den Geflügelbraten legen, auf die andere den Käse. Geflügelbraten mit
Senf bestreichen und die in Scheiben geschnittene saure Gurke darauf verteilen.
Auf die Käsehälfte die Schlangengurkenscheiben verteilen. Die Oberteile
jeweils auf die belegten Unterteile legen.
|
Inhaltsstoff
|
Menge pro Portion
|
|
Energie
|
356,2 kcal
|
|
Eiweiß
|
19,2 g
|
|
Fett
|
15,1 g
|
|
Kohlenhydrate
|
35,3 g
|
|
Ballaststoffe
|
5,6 g
|
Gemüsesalat
Zutaten:
½ l Wasser
Salz
Weißer Pfeffer
100 g Möhren
150 g grüne Bohnen
100 g Broccoli
1 Mandarine
100 g Dickmilch
1 Essl. saure Sahne
1 TL. Tomatenmark
2 TL. Zitronensaft
1 Messerspitze Paprikapulver
Zubereitung:
Das Wasser mit Salz zum Kochen bringen. Das Gemüse gut waschen und putzen.
Die Möhren in feine Stifte schneiden. Die Bohnen halbieren. Vom Broccoli den
holzigen Teil des Stiels abschneiden und den Broccoli in kleine Röschen teilen.
Die Bohnen und den Broccoli in das kochende Wasser geben und 15-20 Minuten
bissfest kochen. 5-10 Minuten vor Ende der Garzeit die Möhrenstifte hinzufügen
und mit kochen. Das gare Gemüse aus dem Wasser nehmen und abkühlen lassen. Die
Mandarine schälen, in Spalten teilen und halbieren. Die Dickmilch mit der
sauren Sahne, dem Tomatenmark und dem Zitronensaft gut verrühren. Das Gemüse
und die Mandarine unter die Marinade heben. Den Salat mit Salz, Pfeffer und dem
Paprikapulver pikant abschmecken.
Für die Fahrt kann auch die Marinade getrennt von dem Gemüse aufbewahrt
werden. Beide Teile in gut verschließbare Dosen füllen und in einer
Kühltasche aufbewahren.
|
Inhaltsstoff
|
Menge pro Portion
|
|
Energie
|
230 kcal
|
|
Eiweiß
|
12 g
|
|
Fett
|
6 g
|
|
Kohlenhydrate
|
32 g
|
|
Ballaststoffe
|
13 g
|
Grüntee-Schorle
Für 1,5 l Schorle einen Liter Wasser zum Kochen bringen. Wasser wieder etwas
abkühlen lassen und auf 2 Teebeutel Grüntee aufgießen. Den Tee 3 Minuten
ziehen lassen, danach die Beutel entfernen und den Tee abkühlen lasse. Das
Ganze mit 0,5 l Apfelsaft (100 %) auffüllen.
Die Schorle im Kühlschrank abkühlen und kurz vor der Fahrt in eine
Thermoskanne füllen.
|